Projekte & Partner >
Projektpanorama
Biotopkartierung Salzburg – Teilgebiete
Forstau, Untertauern und Palfen
Im Rahmen der Salzburger Biotopkartierung
wurden in den letzten Jahren mehrere
Gemeinden bearbeitet. Dies umfaßte die Vorbereitungen
zur Geländeerhebung (Arbeiten mit Luftbildern und Luftbildinterpretationen
und Abstimmung mit den benachbarten Kartierungsteams), die Erhebungen im Gelände
selbst und die EDV-mäßige Bearbeitung bzw. Vorbereitung der auf Luftbildern
abgegrenzten Flächen für die Digitalisierung. Am Beginn der
jeweiligen Bearbeitung im Gebiet stand eine Bürgerinformationsveranstaltung.
Durch die gesamte Bearbeitungszeit hinweg wurde enger Kontakt zur betreuenden
Dienststelle gehalten und allfällige Fragen direkt abgeklärt. Derzeit
wird die Biotopkartierung gemäß dem Salzburger Naturschutzgesetz in den Gemeinden
kundgemacht.
|
Natura
2000 in Niederösterreich
Die Umsetzung von
Natura 2000 ist ein Schwerpunkt unserer
Arbeit. Zuletzt haben wir unsere Planungs-
und Problemlösungskompetenz
in die Natura 2000 Gebiete Ötscher,
Weinviertler Klippenzone, Hundsheimer Berge,
Strudengau-Nibelungengau und Feuchte Ebene
für eine Feinabstimmung der Gebietsaußengrenzen
und die Erstellung der Info-Mappe eingebracht.
Als Partner in
der ARGE Natura 2000 war die AVL wissenschaftlicher
Berater in der Gebietsausweisung in NÖ. Dies umfasste
auch die Kartierung und Bewertung von Lebensräumen
nach der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie
(FFH) der EU.
Weiterhin sind
wir in der Projektprüfung
zur FFH-Verträglichkeit tätig.
|
Managementplan
für das UNESCO Weltkulturerbe Neusiedlersee
Der Managementplan entspricht
den Vorgaben der Unesco und definiert lang-, mittel-
und kurzfristige Ziele für das Welterbegebiet
Neusiedler See – Seewinkel auf östereichischem
und ungarischem Staatsgebiet. Das Gebiet wurde nicht
nur wegen seiner Naturwerte, sondern auch aufgrund
der großen kulturellen Bedeutung ausgewiesen.
Hauptthema ist daher die Verflechtung zwischen Natur
und Kultur in einer einzigartigen Kulturlandschaft.
Der Managmentplan untergliedert sich in die relevanten
Teilbereiche „Natur“, „Landwirtschaft“, „Kultur“, „Siedlung/Regionalentwicklung“ und „Tourismus“,
wobei die AVL v.a. für die beiden erstgenannten
zuständig ist. Er ist Basis für politische
Entscheidungen und liefert Richtlinien zur Erhaltung
des Welterbes.
Die Arbeiten umfassten die Organisation von Workshops mit Fachleuten aus
der Region, Zieldefinitionen und Öffentlichkeitsarbeit – alles
in enger Kooperation und Abstimmung mit unseren ungarischen Partnern.
|
BioPlatform
Das thematische Netzwerk BioPlatform
unterstützt die "European Platform for Biodiversity
Research Strategy" EPBRS bei ihrer Arbeit zum (zuerst
5. dann) 6. EU Forschungsrahmenprogramm. Ziel ist es,
die Relevanz und Effektivität der Europäischen
Biodiversitätsforschung zu verbessern. Biodiversitätsforschung
wird genauer definiert, Forschungsstandards werden eingeführt
und international harmonisiert und Wissenschafter und
Multiplikatoren aus 32 Ländern vernetzt.
Die Aufgaben der AVL umfassen v.a. die Vernetzung der nationalen Bidiversitätsforschung,
die Organisation von Arbeitsgruppen, die Teilnahme an den alle zwei Jahre
stattfindenden EPBRS Konferenzen im jeweiligen EU Präsidentschaftsland
sowie die Ausarbeitung von Empfehlungen und Richtlinien zur Europäischen
Biodiversitätsforschung.
|
ÖPUL
in NÖ (Ländliche Entwicklungs- und Erhaltungskonzepte)
Die AVL ist seit Beginn des ÖPUL in NÖ 1995 für die Umsetzung
von Naturschutzmaßnahmen tätig. Über die
Begutachtung von Flächen und der Information der Bewirtschafter
hinaus waren auch der betriebliche oder regionale Naturschutzplan Teil
unserer Arbeit. An der laufenden Programmoptimierung wurde ebenfalls
mitgearbeitet. So wurden mehrere Arbeitskreise etwa zur Ausarbeitung
eines K5-Selbstanmeldemodells (5jährige Stilllegungen) oder die
Entwicklung der Maßnahme
WS (Nutzfläche mit wertvollen Strukturen) betreut. Auch die Leitung,
fachliche und administrative Koordination der Regionalgruppe Weinviertel
war Aufgabe der AVL.
|
Kulturlandschaftsprojekte
Kulturlandschaftsprojekte sind für Gemeinden oder Projektgemeinschaften
maßgeschneidert. Lokale Anliegen zu den Themen „Kulturlandschaft
- Naturschutz - Landwirtschaft“ werden gemeinsam mit den InteressentInnen
bearbeitet und umgesetzt. Beispiele sind etwa die Schaffung von Feuchtflächen,
Realisierung eines Biotopverbundes, ÖPUL-Maßnahmen, Wiederansiedelung
regionaler Obstsorten, Organisation von Landschaftspflegeaktionen, oder
die Förderung von Direktvermarktungsinitiativen.
Ein gelungenes
Beispiel ist das Kulturlandschaftsprojekt Kronberg/Kreuttal. Es wurde über
Art. 33, Ländliche Entwicklung gefördert. Bearbeitung und Fördereinreichung
oblag der AVL. Der Frauenhaarberg ist das
Wahrzeichen von Kronberg. Durch die Verbrachung des Trockenrasens bestand
akute Gefahr für die
Trockenrasenfauna und –flora. 6 landwirtschaftliche Betriebe wurden
gewonnen, die Pflege der Flächen (im Eigentum von ca. 30 Besitzern)
zu übernehmen. Sie werden über ÖPUL abgegolten.
Gleichzeitig wurde im Oberlauf des Rußbachs Biberschutzmaßnahmen
gesetzt. Stillegungen und eine Wiesenrückführung am Rußbach geben
dem Biber mehr Raum. Außerdem wurde ein Feuchtbiotop geplant und verwirklicht.
Die AVL erledigt alle notwendigen Einreichungen.
Das Projekt wurde mit dem 2. Preis des Hans Czettel Umweltpreises 2004 prämiert.
|
Erarbeitung
eines Landschaftsleitbildes für die Raumeinheit
Machland 
Erarbeitung eines naturschutzfachlichen Leitbildes für
die Raumeinheit Machland im Rahmen des Gesamtprojektes „NaLa“ der
Naturschutzabteilung der OÖ. Landesregierung.
Nach einer Analyse der wertbestimmenden Elemente der Landschaftseinheit und einer
eingehenden Analyse der Probleme wird ein Katalog von Zielen und Maßnahmen
erstellt, die im Sinne eines Leitbildes für die weitere Entwicklung der
Landschaftseinheit den Handlungsspielraum für den Naturschutz abstecken.
|
Landschaftsplan Ternitz
Umfassende Darstellung des Rechtsbestandes, der aktuellen Landschaftsausstattung
und der Entwicklungsziele bzw. –maßnahmen.
Darstellung der Ist-Situation in den Bereichen Natur- und Landschaftshaushalt,
Nutzung und Erholung. Konfliktanalyse, Leitbildentwicklung, Darstellung von Gebieten
mit gleichen Entwicklungszielen und verorteter Massnahmenkatalog („Aktionsplan“)
mit dem Ziel „nachhaltige Gemeindeentwicklung“. Digitale
Darstellung aller Karten.
Einbeziehung der Interessensvertreter, einzelner Grundbesitzer und der politischen
Fraktionen (Gemeinderat).
Die Gemeinde nutzt den Landschaftsplan in Ergänzung zum Flächenwidmungsplan
als Grundlage für die nachhaltige Gemeindeentwicklung. |
Beweidungsplan für ökologisch
hochwertige Flächen und vegetationsökologisches
Monitoring für den Nationalpark Neusiedler See
Im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel
wird gezieltes, naturschutzfachlich begründetes
Flächenmanagement durch verschiedene Weideformen
durchgeführt.
Die Lackenränder, verschilften Feuchtwiesen und verbrachten Sandstandorte
werden von einer Graurinderherde, einer Aberdeen-Angus Rinderherde, einer Herde
Weisser Esel sowie durch zwei Pferdeherden beweidet.
Durch ein umfassendes Konzept von Dauerflächen und Kartierungen soll gewährleistet
werden, daß die vorhandenen Herden optimal für Pflegemaßnahmen
bestimmter Zielflächen gesteuert werden. Es findet eine Kontrolle der tatsächlichen
Wirkung der vorgeschlagenen Managementempfehlung, genauso wie der Einhaltung
des jährlichen Weideplanes statt. Durch eine Effizienzkontrolle wird ein
vegetationsökologischer Gebietsstandard zielgerichtet überprüft.
|
Katzelsdorfer Dorfteich
Revitalisierung des Katzelsdorfer
Dorfteichs mittels ingenieurbiologischer Maßnahmen,
Planung und Umsetzungsbetreuung;
parallel dazu Gemeinschaftsaktion zur Sicherung des ehemaligen Feuchtwiesengebiets
Mühlbachgraben (Pflegekonzept unter Berücksichtigung vegetationskundlicher
und ornithologischer Zielsetzungen) |
Ökologische Bauaufsicht über
das Gesamtprojekt Lainzer Tunnel 
Unter der ökologischen Baubetreuung
sind sämtliche Tätigkeiten zu verstehen, die
ab dem Baubeginn notwendig sind, um eine Minimierung
der Beeinträchtigungen für die Pflanzen- und
Tierwelt innerhalb von Schutzgebieten oder Lebensräumen
geschützter Arten gewährleisten zu können.
Folgende Schwerpunkte werden gesetzt:
- Sicherungsmaßnahmen - Darunter fallen z.B. die Überprüfung
des Einhaltens der Zufahrtswege und Baustellenflächen vor Ort sowie die
Beratung und Begleitung der Ausführung der Bergung von wertvollen Vegetationseinheiten.
- Baubetreuung während der gesamten Bauphase - Im Rahmen der ökologischen
Bauaufsicht erfolgen regelmäßige Begehungen der Baustelle, Besprechungen
mit den Baustellenleitern bzw. den Planungsbüros, aber auch mit den zuständigen
Magistratsabteilungen (MA 22 - Naturschutz und MA 45 – Wasserbau), Konsultationen
für Detailprobleme, Beurteilung der Auswirkungen von Eingriffen, die sich
erst während der Bauphase ergeben.
- Berichterstattung - Über den Ablauf der Bautätigkeiten und deren
Auswirkungen bzw. über die Aktivitäten der ökologischen Bauaufsicht
wird laufend Protokoll geführt, um gegenüber den Behörden den
Nachweis einer umweltschonenden Vorgangsweise dokumentieren zu können. Die
Berichte werden monatlich verfaßt, wobei zu Beginn der Bauphase eine ausführliche
Dokumentation erfolgt. |
Detailplanung
zum Biosphärenpark Wienerwald, Teilbereich Offenland
und Landwirtschaft
Bei dieser Planung setzten
wir auf ein interdisziplinäres
Planungsteam bestehend aus Expertinnen und Experten
der Fachrichtungen Botanik, Zoologie, Landschaftsökologie,
Landwirtschaft und GIS-Technik. Projektkoordination
und Projektmanagement oblag der AVL.
Ziel des Projekts war die
Ausweisung der Pflege- und Erhaltungszonen im Biosphärenpark Wienerwald
und die Entwicklung von Leitbildern und Maßnahmenvorschlägen
für diese Bereiche. Die Zonierungsplanung basiert
auf GIS-Verschneidungen bestehender Daten-Grundlagen,
die im Rahmen des Projekts detailliert wurden.
Die Arbeiten standen in ständiger Abstimmung mit
einem Experten- und Auftraggeberbeirat, der anhand von Präsentationen
und Workshops über den Fortgang der Arbeit informiert wurde und
sich fachlich einbringen konnte.
Außerdem wurde auch ein Beratungsforum
bestehend auf Multiplikatoren der Landwirtschaft und NGOs regelmäßig über
die Ergebnisse informiert. Das Beratungsforum konnte sich als Interessensvertretung
im Rahmen mehrerer Workshops in die Arbeit einbringen.
|
Natura 2000 GIS- und Datenbankmanagement
Implementierung der geographischen
Daten und Datenbank-Daten welche im Zuge der Erhebungen
und der Bearbeitung der Natura 2000 Gebiete und Managementpläne
erhoben wurden in die Systeme der NÖ Landesverwaltung.
Koordination GIS-Daten und Datenbanken, Behebung der
Datenbank-Defizite, Datenbankumstrukturierung, Datenmanagement
etc.
|
|